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Riester-Rente

Seit dem 1. Januar 2002 Förderung der privaten wie betrieblichen Altersvorsorge durch staatliche Zulagen oder Steuerfreiheit.

Seit dem 1. Januar 2002 besteht die Möglichkeit einer zusätzlichen Altersvorsorge durch die Riester-Rente, benannt nach dem damaligen Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung Walter Riester.

Die Förderung erfolgt aus allgemeinen Steuermitteln durch Zulagen sowie ggf. durch Steuervorteile. Die Förderung in Anspruch nehmen können Personenkreise wie Versicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung oder Beamte. Also diejenigen, die einem System der Altersvorsorge angehören, dessen Leistungsniveau in Zukunft abgesenkt wird.

Gefördert wird die zusätzliche Altersvorsorge, die für eine lebenslange Absicherung regelmäßige Zahlungen in monatlichen Raten vorsieht (Rentenversicherungsverträge oder Auszahlungsplan mit Restverrentung). Gefördert werden auch verschiedene Wege der betrieblichen Altersversorgung.

Die wichtigsten Punkte der Riester-Rente im Überblick:

  • Förderquote von bis zu 57%
  • Seit dem 1. Januar 2002 Förderung der privaten wie betrieblichen Altersvorsorge durch staatliche Zulagen oder Steuerfreiheit.
  • Die private Altersvorsorge erfolgt freiwillig und es besteht ebenso wenig eine Verpflichtung, staatliche Förderung zu beanspruchen.
  • Bei Eheleuten kann jeder Ehepartner einen eigenen Versorgungsanspruch mit der staatlichen Förderung aufbauen. Auch dann, wenn jemand selbst nicht förderungsberechtigt ist, der Ehepartner aber zum geförderten Personenkreis gehört.
  • Wer die Förderung nutzen möchte, zahlt einen Eigenanteil in Form eines monatlichen Mindestbeitrages.
  • Unter bestimmten Voraussetzungen können die Vergünstigungen auch für Aufwendungen zur betrieblichen Altersvorsorge gewährt werden - im Rahmen von Direktversicherung, Pensionskasse oder Pensionsfonds. Mit Ausnahme der Direktversicherung gibt es alternativ die Möglichkeit, steuer- und sozialabgabenfreie Zahlungen aus dem Bruttoentgelt zu leisten.
  • Wer Beiträge für die zusätzliche Altersversorgung leistet, kann sie als Sonderausgaben in der Einkommensteuererklärung geltend machen. Das Finanzamt prüft automatisch, ob dies für den Steuerpflichtigen günstiger ist als die Zulagen selbst.
  • Pro Vertrag sind ab dem Jahr 2008 bis zu 2.100 € absetzbar. Sobald der Steuersatz den prozentualen Anteil der Zulagen übersteigt, wird automatisch die Differenz überwiesen.
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